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MBA Generic Management

Generic Management Teilnehmer

 

Dr. Sara Carniello ist Teilnehmerin des MBA-Programms Generic Management 2012-2014 und bei der ams AG (austriamicrosystems AG) in Unterpremstätten bei Graz beschäftigt.


www.ams.com


 

•)  Würden Sie sich uns kurz vorstellen? Wie war Ihr bisheriger beruflicher Weg? Was waren prägende Stationen oder Ereignisse in Ihrem Leben?

"Ich heiße Sara Carniello, bin 34 Jahre alt und komme aus Italien. Dort habe ich Materialwissenschaft studiert und danach begonnen in der Halbleiter-Technologie zu arbeiten. 2006 nahm ich einen Job bei ams AG (vormals austria microsystems) an und zog nach Graz. Graz hat mir sofort sehr gut gefallen und wurde in kurzer Zeit zu meiner Heimat."

•)  Was war für Sie die Motivation, gerade jetzt eine Weiterbildung zu machen?

"Mittlerweile habe ich fast zehn Jahre lang Erfahrung im Bereich Halbleiter gesammelt. Die technischen Aufgaben sind höchst interessant, aber auch die wirtschaftlichen und personellen Themen interessieren mich immer mehr. Nach meiner Karenz 2011 ist der Wunsch, mich in diese Richtung weiterzuentwickeln, stärker geworden. Im letzten Jahr habe ich die Chance bekommen, auch meinen Vorgesetzten meine Interessen sowie Fähigkeiten in diesem Bereich zu zeigen. So habe ich ihre Unterstützung für eine Weiterbildung in diese Richtung gewonnen. Für mich ist es eine Chance, dadurch einmal eine größere Verantwortung in der Firma übernehmen zu können."

•)  Warum haben Sie sich für das MBA-Programm "Generic Management" an der Montanuniversität Leoben entschieden?

"Entscheidend für diese Wahl war der Fokus auf Qualität, Umwelt und Nachhaltigkeit. Die ersten zwei sind sehr wichtige Themen in unserer Firma, wie in allen Hochtechnologie-Unternehmen. Der dritte Punkt, die Nachhaltigkeit, ist ein persönliches Anliegen von mir: ich bin überzeugt, dass Nachhaltigkeit ein grundlegendes Prinzip für alle privaten sowie beruflichen Entscheidungen sein sollte, daher möchte ich das Thema vertiefen."

•)  Wie war die Reaktion Ihres Umfeldes auf Ihre Entscheidung? Von Arbeitgeberseite, der Familie, von Freunden?

"Das Arbeitsumfeld hat auf diese Idee sehr gut reagiert, die Montanuniversität ist sehr geschätzt, und eine Ausbildung dort ist immer gut angesehen. Auch privat habe ich sofort Unterstützung bekommen, allerdings habe ich sehr lang überlegt, da die Kosten der Ausbildung sowie die nötige Energie und Zeit beachtlich sind. Ich möchte vor allem, dass meine Familie so wenig wie möglich von diesem zusätzlichen Aufwand spürt, und dass die neue Verpflichtung einen geringen Einfluss auf unseren Alltag hat."

•)  Sie sind in der ersten Phase des MBA-Programms. Wie war der Start für Sie? Gibt es bereits jetzt etwas, wo Sie sagen, das gefällt besonders oder das ist besonders wichtig für Sie? Seien es Inhalte, Personen oder andere Erfahrungen?

"Der Start war sehr interessant, schon jetzt verstehe ich viel besser, wie ein Unternehmen funktioniert und habe einen größeren Einblick in die Prozesse in meiner Firma. Der nötige Aufwand hat mich allerdings auch überrascht, das Lernen beansprucht momentan einen Großteil meiner Energie außerhalb der Arbeit."

•)  Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor? Haben Sie eine Vision? Welche Ziele haben Sie für die nächsten Jahre?

"In der nächsten Zukunft werde ich in der derzeitigen Firma noch viel leisten und viel lernen können. Langfristig möchte ich Umwelt und Nachhaltigkeit zum Schwerpunkt meiner Arbeit machen, aber ich habe noch keine konkreten Pläne diesbezüglich. "

•)  Haben Sie Vorbilder? Was fasziniert Sie an Ihnen?

"Ich finde alle Frauen vorbildlich, die sich nicht von Vorurteilen und Nachteilen demütigen lassen und für ihre Ziele, sei es die Verteidigung ihrer Rechte oder ihrer Karriere, kämpfen. Beispiele gibt es viele, in jedem Breitengrad. Um ein paar Namen zu nennen, in der Wissenschaft: Marie Curie, die Österreicherin Lise Meitner, die Italienerin Rita Levi Montalcini und viele andere. Und für ihr Zeitmanagement (aber nicht nur) bewundere ich die Kaiserin Maria Theresia, die angeblich eine Arbeitszeit von sieben Stunden hatte, um halb Europa zu regieren... "


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